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Der
Mentality-Test in Schweden

Andere
Länder andere Sitten. Wir waren im Oktober 2011
nochmals in Schweden, genauer in Sjöbo zu Besuch bei
Boyars Kindern, die dann mit ihren 15 Monaten diesen
Test in Schweden absolvieren durften.
Doch
nun erst einmal einiges zum erklären vorab:
In
Schweden gilt der Schwarze Terrier als Diensthund wie
bei uns der Deutsche Schäferhund, Riesenschnauzer,
Hovawart usw. Es gibt in Schweden speziell für diese
Diensthundrassen einen Wesenstest, jedoch ist dieser
Wesenstest keines Falls mit dem deutschen Wesenstest zu
verwechseln. Im Schwedischen "Mentality Test"
geht es um die Bewertung des Hundes hinsichtlich seiner
Eignung als Dienst- & Armeehund. Im Vordergrund
steht in Schweden nicht die Bewertung der sozialen
Verträglichkeit, natürlich darf ein Hund dort auch
nicht aggressiv oder überaus ängstlich reagieren.
Diesen Test können die Züchter in Schweden mit
ihren Nachzuchten machen, die Besitzer benötigen aber
diesen Test nur, falls sie mit ihrem Hund züchten
wollen. Ansonsten ist er ein guter Test, um die
Mensch-Hund-Beziehung in "extremeren"
Situationen, als der Alltag sie bietet, zu testen.
Ich
werde nun im folgenden alle Stationen dieses Tests mit
Hilfe von Bildern erklären:

Tina
& Jeltsin (Gadarikets Eleazar) beim konzentrieren
1.
Station:
Chip
auslesen (Identitätskontrolle), danach muss der
Besitzer mit dem Hund an Leuten vorbeigehen, die den
Test beobachten. Der Hund muss sich dort unbeeindruckt
zeigen.

(sonntags
früh um 7.30 Uhr in Sjöbo, ;o), Ingemar mit Gadarikets
Evrika )

(Hier
am Mittag Gadarikets Enya)

Die
Menschengruppe an der der Hund vorbei soll
Dann
geht der Besitzer mit dem Hund zu dem
"Testleiter" dieser tastet den Hund ab, schaut
sich dessen Zähne an. Danach nimmt er den Hund und geht
mit ihm ein paar Schritte. Dies soll das Vertrauen des
Hundes zu seinem Besitzer zeigen, denn der Besitzer gibt
natürlich sein okay (in der Arbeit als Diensthund,
kommt es öfters vor, dass der Hund von einer anderen
Person gehalten werden muss, das ist wie schon gesagt
der Test ob der Hund gewisse Voraussetzungen/Standards
erfüllt)


Gadarikets
Eleazar
Dann
wird der Hund wieder an seinen Besitzer übergeben.
Daraufhin soll der Besitzer zusammen mit dem Testleiter
mit dem Hund spielen (Das Spielzeug wird vom Testleiter
vorgegeben und ist oft eine Beißwurst).

2.Station
Der
Beutetrieb: der Hund sollte ohne Aufforderung (er wird
jediglich abgeleint) einem Lappen hinterherrennen,
dieser Lappen ist an einer Schnur befestigt, die
ZickZack um die Bäume gelegt wurde. Die Schnur wird von
einem Motor eingezogen.
Wie
schon gesagt, es wird dabei der Beutetrieb getestet, ob
dieses Vorgehen/Verhaltensweise jedoch im Alltag so zu
unterstützen ist, bleibt dahingestellt.
Die
volle Punktzahl erhält der Hund, der diesen Lappen
wieder bringt, (selbstständig !)

Den
Lappen habe ich mit dem Roten Pfeil gekennzeichnet


3.Station
Hier
soll der Besitzer 3 Minuten lang ruhig stehen und ins
"leere" blicken. Der Hund sollte sich dann
auch ruhig verhalten und sich besten Falls ausruhen.


4.
Station
Meiner
Meinung nach mitunter die konträrste Situation zu dem
Charakter unserer Russen. Ein Mann im grünen Kittel
steht hinter einem Baum, klatscht in die Hände, hüft
springt und kniet sich komisch hin und verschwindet nach
ca. 10 m wieder hinter einem Baum. Dort zieht dieser
sich den Kittel aus und holt ein Spielzeug hervor, dass
er hochwirft und versucht den Hund zum spielen
aufzufordern.
Die
Hunde sollten nun wieder ohne Befehls des Besitzers zu
diesem Mann hingehen und bestenfalls mit ihm spielen...
Ein Russe, so war ich überzeugt wird das niemals tun,
und so kam es auch, es gibt dann zwar Punktabzug, es
werden aber auch auf Dinge wie Schutzverhalten, sowie
wenn der Hund die Situation eigenständig auflöst indem
er an dieser Person schnuffelt Punkte vergeben.
 

 
5.Station:
Der
Blaumann, ich denke hier reichen Bilder aus, um die
Situation zu erklären:




6.Station:
Hier
werden Ketten,Dosen usw. durch eine Lange Blechtonne
gezogen, was enormen Krach verursacht wenn der Hund
daran vorbeiläuft. Der Hund soll sich erschrecken aber
danach selbstständig nachsehen, was da diesen Lärm
gemacht hat.


7.Station
Die
Geister: es kommen verhüllte Menschen als Geister bis
auf 4 m auf den Hund zu, dieser soll Abwehrverhalten
zeigen. Diese Geister kommen aus einer Richtung, aus der
der Hund windtechnisch nicht erschnüffeln kann, dass es
Menschen sind.


Diese
Geister kommen bis auf 4 m zum Hund danach drehen sich
die Geister um, und lassen ihre Hände aus den Kutten
stehen, der Hund sollte nun hingehen und an den Händen
schnuffeln, wiederum eben selbstständig die Situation
auflösen, der Besitzer darf nach einer gewissen Zeit,
den Geistern die Haube am Kopf abziehen.

Gadarikets
Ezra: "ahhh zum Glück du bist kein Geist ;o)
"
8.Station:
Die
letzte: Hier wird zu beginn nochmals mit dem Hund
gespielt, um damit zu zeigen, dass er nicht so verstört
von dem ganzen Procedere ist. Am Schluss des Spiels
werden dann noch 4 laute Schüsse abgefeuert und der
Hund darf nicht "nervlich zusammenbrechen"

Gadariktes
Emile beim Schuss
Danach
gab es noch die Besprechung der "Benotung" und
die Siegerehrung, unser Resultat, es haben alle mit
Bravour bestanden ;o))

Gadarikets
Ezra bei der Siegerehrung

Lunchtime
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